
Jörg Straßburger
FAQ
1. Was ist Mediation?
Die Mediation ist ein (durchaus nicht neues) Verfahren zur Konfliktbearbeitung im zwischenmenschlichen Bereich. Sie bietet eine Alternative zum Rechtsweg durch die eigenverantwortliche Gestaltung einer konstruktiven Bearbeitung der zu klärenden Fragen. Mit der strukturellen Hilfe eines/einer unparteiischen bzw. allparteilichen Mediators/ Mediatorin wird für die Medianten eine einvernehmliche Lösung angestrebt. Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Fairnessgedanke sind Grundprinzipien des Prozesses, der gerichtsunabhängig und zukunftsorientiert ist.
2. Ist nach einer Mediation alles wieder in Ordnung?
Eine Mediation führt nicht automatisch zu einer Lösung der anstehenden Fragen und Konflikte. Sie kann jedoch helfen sich eigenverantwortlich mit der bestehenden Situation auseinander zu setzen und Wege zu finden, die ein gemeinsames einvernehmliches Umgehen mit den zu klärenden Fragen erlauben – ohne sich anschließend übervorteilt oder benachteiligt fühlen zu müssen.
3. Muss ich meine Privatsphäre offen legen?
Privates spielt in der Mediation keine Rolle. Persönliches dagegen schon. Dies immer dann, wenn bestimmte Informationen zur Klärung der anstehenden Fragen nötig sind. So wird z.B. im Falle von fairen finanziellen Verhandlungen die Offenlegung der eigenen Einkommensverhältnisse nötig sein.
4. Das Gericht schickt uns, was soll uns eine Mediation bringen?
Diese richterliche Entscheidung bietet den Streitparteien die Möglichkeit, sich selbst über anstehende Fragen mit Hilfe eines/einer Mediators/Mediatorin auszutauschen. Die Medianden sollten sich überlegen, inwieweit ihnen selbst verantwortete und einvernehmliche Regelungen wichtig sind. Ein Informationsgespräch über Mediation kann diese Fragen klären helfen.
5. Nach welchen Kriterien entscheidet denn ein(e) Mediator(in)?
Der/die Mediator/in übernimmt nicht die Aufgabe über Recht und Unrecht, Gut oder Schlecht zu entscheiden. Vielmehr übernimmt der/die neutrale/allparteiliche Mediator(in) neben einer strukturierenden Leitung die Aufgabe, die Grundprinzipien des Mediationsprozesses zu garantieren und die Beteiligten eventuell daran zu erinnern. Wesentliche Kriterien eines solchen Prozesses sind Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und der Fairnessgedanke.
6. Mit wie vielen Sitzungen muss ich rechnen?
Hier gibt es keine festgelegte Anzahl bzw. eine Garantie auf eine bestimmte Dauer des Verfahrens. Vielmehr entscheidend ist die Bereitschaft zur Mitarbeit und der Wunsch nach einvernehmlichen Lösungen.
7. Was kostet eine Mediation?
Die Kosten für eine Mediation sind nicht einheitlich geregelt. Sie müssen zwischen 80 bis 150 Euro pro Sitzung rechnen. Diese Kosten sind privat zu tragen, bisher gibt es keine staatliche Untersützung oder Erstattung durch eine Rechtsschutzversicherung. Für eine Abwägung des finanziellen Aufwands kann ein Vergleich zu anwaltlichen Kosten für jeden einzelnen sinnvoll sein.
Das Stundenhonorar eines professionellen Mediators ist meist kostengünstiger als das Honorar eines Rechtsanwalts, da letzteres nach dem Streitwert berechnet wird.
8. Welche Regeln muss ich beachten?
Mediation ist ein Prozess, der gekennzeichnet ist durch Freiwilligkeit der Teilnahme, Stärkung der Eigenverantwortung und der Umsetzung (eigener) Vorstellungen von Fairness. Jeder der Beteiligten verpflichtet sich zur Vertraulichkeit, Offenlegung aller wichtigen Informationen (z.B. finanziellen), Kooperationsbereitschaft und Mitarbeit. In den Sitzungen verzichtet jeder auf Beleidigungen und ist bereit, die Positionen des/der Partner(in) anzuhören - auch wenn es schwerfällt -. Ein anwaltliches Verfahren wird für die Dauer einer Mediation ausgesetzt.
9. Weshalb soll ich eine Mediation machen, ich habe einen Rechtsanwalt?
Lassen sich die Streitenden durch Anwälte vertreten, entscheiden Dritte über ihre Zukunft. Dies hat sowohl finanzielle als auch emotionale Konsequenzen. Letzteres sollte besonders bedacht werden. Fühlen sich die Konfliktbeteiligten in der Lage, ihre Fragen selbst klären zu wollen, um eine faire Regelung zu erreichen, kann eine Mediation sinnvoll sein. Ein anwaltliches Verfahren und ein Mediationsverfahren schließen sich aus. Eine anwaltliche Beratung kann die Mediation allerdings zum Ende hin ergänzen, wenn zum Beispiel eine gemeinsam getroffene Entscheidung rechtsgültig fixiert werden soll.
10. Wie läuft eine Mediation ab?
Der Ablauf einer Mediation wird strukturiert durch verschiedene Schwerpunkte:
11.Wann ist eine Mediation für mich/uns nicht geeignet?
Für die Entscheidung einer Mediation ist der richtige Zeitpunkt des Beginns durchaus wichtig. Eine gewisse Distanz zu den zu klärenden Fragen ist dabei notwendig. So kann es für die Betroffenen zu früh sein sich für eine Mediation zu entscheiden, insbesondere wenn z.B. Wut oder Schmerz über erfahrene Ungerechtigkeiten gerade (noch) sehr groß sind. Ferner sind gesundheitliche Beschränkungen - seelische Krankheit, Sucht - keine guten Begleiter in einem Mediationsverfahren. Körperliche Aggressivität ist mit einer Mediation unvereinbar.
Die Mediation ist ein (durchaus nicht neues) Verfahren zur Konfliktbearbeitung im zwischenmenschlichen Bereich. Sie bietet eine Alternative zum Rechtsweg durch die eigenverantwortliche Gestaltung einer konstruktiven Bearbeitung der zu klärenden Fragen. Mit der strukturellen Hilfe eines/einer unparteiischen bzw. allparteilichen Mediators/ Mediatorin wird für die Medianten eine einvernehmliche Lösung angestrebt. Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und Fairnessgedanke sind Grundprinzipien des Prozesses, der gerichtsunabhängig und zukunftsorientiert ist.
2. Ist nach einer Mediation alles wieder in Ordnung?
Eine Mediation führt nicht automatisch zu einer Lösung der anstehenden Fragen und Konflikte. Sie kann jedoch helfen sich eigenverantwortlich mit der bestehenden Situation auseinander zu setzen und Wege zu finden, die ein gemeinsames einvernehmliches Umgehen mit den zu klärenden Fragen erlauben – ohne sich anschließend übervorteilt oder benachteiligt fühlen zu müssen.
3. Muss ich meine Privatsphäre offen legen?
Privates spielt in der Mediation keine Rolle. Persönliches dagegen schon. Dies immer dann, wenn bestimmte Informationen zur Klärung der anstehenden Fragen nötig sind. So wird z.B. im Falle von fairen finanziellen Verhandlungen die Offenlegung der eigenen Einkommensverhältnisse nötig sein.
4. Das Gericht schickt uns, was soll uns eine Mediation bringen?
Diese richterliche Entscheidung bietet den Streitparteien die Möglichkeit, sich selbst über anstehende Fragen mit Hilfe eines/einer Mediators/Mediatorin auszutauschen. Die Medianden sollten sich überlegen, inwieweit ihnen selbst verantwortete und einvernehmliche Regelungen wichtig sind. Ein Informationsgespräch über Mediation kann diese Fragen klären helfen.
5. Nach welchen Kriterien entscheidet denn ein(e) Mediator(in)?
Der/die Mediator/in übernimmt nicht die Aufgabe über Recht und Unrecht, Gut oder Schlecht zu entscheiden. Vielmehr übernimmt der/die neutrale/allparteiliche Mediator(in) neben einer strukturierenden Leitung die Aufgabe, die Grundprinzipien des Mediationsprozesses zu garantieren und die Beteiligten eventuell daran zu erinnern. Wesentliche Kriterien eines solchen Prozesses sind Freiwilligkeit, Eigenverantwortung und der Fairnessgedanke.
6. Mit wie vielen Sitzungen muss ich rechnen?
Hier gibt es keine festgelegte Anzahl bzw. eine Garantie auf eine bestimmte Dauer des Verfahrens. Vielmehr entscheidend ist die Bereitschaft zur Mitarbeit und der Wunsch nach einvernehmlichen Lösungen.
7. Was kostet eine Mediation?
Die Kosten für eine Mediation sind nicht einheitlich geregelt. Sie müssen zwischen 80 bis 150 Euro pro Sitzung rechnen. Diese Kosten sind privat zu tragen, bisher gibt es keine staatliche Untersützung oder Erstattung durch eine Rechtsschutzversicherung. Für eine Abwägung des finanziellen Aufwands kann ein Vergleich zu anwaltlichen Kosten für jeden einzelnen sinnvoll sein.
Das Stundenhonorar eines professionellen Mediators ist meist kostengünstiger als das Honorar eines Rechtsanwalts, da letzteres nach dem Streitwert berechnet wird.
8. Welche Regeln muss ich beachten?
Mediation ist ein Prozess, der gekennzeichnet ist durch Freiwilligkeit der Teilnahme, Stärkung der Eigenverantwortung und der Umsetzung (eigener) Vorstellungen von Fairness. Jeder der Beteiligten verpflichtet sich zur Vertraulichkeit, Offenlegung aller wichtigen Informationen (z.B. finanziellen), Kooperationsbereitschaft und Mitarbeit. In den Sitzungen verzichtet jeder auf Beleidigungen und ist bereit, die Positionen des/der Partner(in) anzuhören - auch wenn es schwerfällt -. Ein anwaltliches Verfahren wird für die Dauer einer Mediation ausgesetzt.
9. Weshalb soll ich eine Mediation machen, ich habe einen Rechtsanwalt?
Lassen sich die Streitenden durch Anwälte vertreten, entscheiden Dritte über ihre Zukunft. Dies hat sowohl finanzielle als auch emotionale Konsequenzen. Letzteres sollte besonders bedacht werden. Fühlen sich die Konfliktbeteiligten in der Lage, ihre Fragen selbst klären zu wollen, um eine faire Regelung zu erreichen, kann eine Mediation sinnvoll sein. Ein anwaltliches Verfahren und ein Mediationsverfahren schließen sich aus. Eine anwaltliche Beratung kann die Mediation allerdings zum Ende hin ergänzen, wenn zum Beispiel eine gemeinsam getroffene Entscheidung rechtsgültig fixiert werden soll.
10. Wie läuft eine Mediation ab?
Der Ablauf einer Mediation wird strukturiert durch verschiedene Schwerpunkte:
- Klärung der Aufgabenstellung/Erfragen der zu
klärenden Punkte - Informationen zum Mediationsprozess
- Eingangsvereinbarung, die Regeln der Mediation betreffend
- Sammeln aller wichtigen Themen in einer Liste
für alle Beteiligten - Bearbeiten der erstellten Themenliste, mit dem Ziel, mögliche einvernehmliche Lösungen und Regeln zu finden
- Die endgültigen Vereinbarungen werden schriftlich festgehalten. Zu diesem Zeitpunkt kann der
anwaltliche Rat zu dem erstellten Memorandum angezeigt sein, insbesondere bei einer gewünschten oder auch notwendigen notariellen Beurkundung
11.Wann ist eine Mediation für mich/uns nicht geeignet?
Für die Entscheidung einer Mediation ist der richtige Zeitpunkt des Beginns durchaus wichtig. Eine gewisse Distanz zu den zu klärenden Fragen ist dabei notwendig. So kann es für die Betroffenen zu früh sein sich für eine Mediation zu entscheiden, insbesondere wenn z.B. Wut oder Schmerz über erfahrene Ungerechtigkeiten gerade (noch) sehr groß sind. Ferner sind gesundheitliche Beschränkungen - seelische Krankheit, Sucht - keine guten Begleiter in einem Mediationsverfahren. Körperliche Aggressivität ist mit einer Mediation unvereinbar.